Texas fasziniert viele Deutsche: endlose Highways, große Städte, beeindruckende Natur und ein Lebensgefühl, das man aus Filmen und Serien kennt. Gleichzeitig taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Ist Texas gefährlich? Die ehrliche Antwort ist differenziert. Texas ist weder pauschal gefährlich noch durchgehend sicher. Wie so oft hängt vieles von Ort, Situation und eigenem Verhalten ab.
Dieser Artikel bietet eine klare, nüchterne Einschätzung auf Basis der bereits genannten Fakten und richtet sich speziell an ein deutsches Publikum, das Texas bereisen, dort arbeiten oder länger leben möchte.
Texas als Bundesstaat – Größe, Vielfalt und Realität
Texas ist größer als jedes europäische Land mit Ausnahme Russlands. Allein diese Größe macht Verallgemeinerungen schwierig. Ein Aufenthalt in einer ruhigen Vorstadt unterscheidet sich massiv vom Leben in einem innerstädtischen Viertel einer Millionenmetropole.
Große Städte wie Houston, Dallas oder Austin haben völlig unterschiedliche Sicherheitsprofile – teilweise sogar innerhalb einzelner Stadtteile. Gleichzeitig gibt es ländliche Regionen, in denen Kriminalität kaum eine Rolle spielt, dafür aber andere Risiken auftreten.
Kriminalität in Texas – Zahlen einordnen statt dramatisieren
Texas weist im US-Vergleich erhöhte Kriminalitätsraten auf, insbesondere bei Eigentumsdelikten und in bestimmten urbanen Zonen auch bei Gewaltverbrechen. Wichtig ist jedoch die Einordnung:
- Kriminalität konzentriert sich stark auf bestimmte Viertel
- Die Mehrheit der Vorfälle betrifft Einwohner, nicht Touristen
- Viele Delikte sind nicht zufällig, sondern im persönlichen oder kriminellen Umfeld angesiedelt
Für deutsche Reisende bedeutet das: Wer sich an touristische Gegenden hält, informiert reist und grundlegende Vorsicht walten lässt, bewegt sich nicht automatisch in Gefahr.
Welche Städte gelten als problematischer – und warum?
Größere Städte mit erhöhtem Risiko
In Metropolen wie Houston oder Dallas sind die absoluten Fallzahlen höher. Das liegt vor allem an:
- hoher Bevölkerungsdichte
- sozialen Ungleichheiten
- starkem Autoverkehr
- ausgeprägten Stadt-Rand-Strukturen
Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Städte grundsätzlich unsicher sind. Viele Viertel gelten als modern, lebendig und sicher – andere sollte man vor allem nachts meiden.
Städte mit vergleichsweise guter Sicherheitslage
Grenzstädte wie El Paso überraschen viele Deutsche positiv. Trotz Lage an der mexikanischen Grenze sind die Gewaltverbrechensraten dort niedriger als in vielen anderen US-Großstädten. Auch kleinere Städte und Vororte bieten oft ein hohes Sicherheitsgefühl.
Sicherheit für Touristen aus Deutschland
Für deutsche Besucher unterscheidet sich Texas in einem Punkt deutlich von Mitteleuropa: Eigenverantwortung spielt eine größere Rolle. Öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt, Städte sind weitläufig, und spontane Fußwege durch unbekannte Gegenden können riskanter sein als in Deutschland.
Typische Risiken für Reisende
- Autoeinbrüche auf Parkplätzen
- Diebstahl unbeaufsichtigter Gegenstände
- Orientierungslosigkeit in großflächigen Städten
- Fehlende Kenntnisse über problematische Viertel
Gewalttaten gegen Touristen sind dagegen selten. Medienberichte über Schusswaffen prägen zwar das Bild, spiegeln aber nicht den Alltag der meisten Besucher wider.
Verkehr als unterschätzte Gefahrenquelle
Ein realistischeres Risiko als Kriminalität ist der Straßenverkehr. Texas ist extrem autozentriert. Lange Strecken, hohe Geschwindigkeiten, Müdigkeit und Hitze erhöhen das Unfallrisiko deutlich.
Autobahnen wie die Interstate 35 gelten als besonders unfallträchtig. Für deutsche Fahrer ist vor allem ungewohnt:
- sehr lange Fahrzeiten ohne Pause
- aggressive Fahrweise in Ballungsräumen
- kaum Alternativen zum Auto
Natur und Klima – Gefahren jenseits der Kriminalität
Texas ist nicht nur urban, sondern auch extrem in seinen Naturbedingungen.
Typische Naturgefahren
- extreme Sommerhitze mit über 40 Grad
- heftige Gewitter und Sturzfluten
- Tornados in bestimmten Regionen
- Hurrikan-Risiken an der Golfküste
Gerade für deutsche Reisende, die solche Bedingungen nicht gewohnt sind, ist Vorbereitung entscheidend. Hitze wird oft unterschätzt und kann gesundheitlich gefährlich werden.
Vergleich mit Deutschland – ein realistischer Blick
Im direkten Vergleich wirkt Texas auf viele Deutsche unsicherer als die Heimat. Das liegt weniger an der tatsächlichen Bedrohung als an strukturellen Unterschieden:
- weniger soziale Sicherungsnetze
- größere Einkommensunterschiede
- stärkere Trennung zwischen sicheren und unsicheren Vierteln
- andere Waffengesetze
Gleichzeitig gilt: Millionen Menschen leben in Texas ein völlig normales, sicheres Alltagsleben. Es gibt keine generelle Reisewarnung, und Texas gehört weiterhin zu den meistbesuchten Regionen der USA.
Fazit: Ist Texas gefährlich?
Texas ist nicht pauschal gefährlich, aber auch kein risikofreier Ort. Für deutsche Reisende und Auswanderer gilt:
- Informiert reisen statt spontan
- Stadtteile bewusst auswählen
- Verkehr und Klima ernst nehmen
- Lokale Hinweise respektieren
Wer diese Punkte beachtet, erlebt Texas meist als beeindruckend, offen und gastfreundlich – nicht als gefährlich. Die Risiken sind real, aber kontrollierbar, und sie unterscheiden sich je nach Region erheblich.
Wenn du möchtest, kann ich als Nächstes einen detaillierten Sicherheitsguide für einzelne Städte wie Houston, Dallas oder Austin erstellen – zugeschnitten auf deutsche Reisende.




